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Hier ist der interessante Reisebericht über Dschibuti von Oliver Haas (Berufspilot)
DSCHIBUTI - Am Horn von Afrika
Ein Reisebericht von Oliver Haas
Staub und Wind, Fels und Sand, zerzauste Akazien, trockene Brunnen
Hitze und Fliegen, Armut und Hunger - Eine Reise nach Dschibuti
Unweit
davon befindet sich der Markt, auf dem es turbulent und farbenfroh
zugeht, typisch afrikanisch eben. Angst muss man keine haben, Vorsicht
ist aber natürlich immer geboten. Europäer sind im Straßenbild häufig
zu sehen. Außerhalb der Stadt bietet sich ein eher ernüchterndes Bild.
Armselige Behausungen, zerlumpte Gestalten, bettelnde Kinder, Schmutz
und Müll. Doch auch das ist Dschibuti. Lac Assal Der
Ausflug zum Lac Assal musste anfänglich unterbrochen werden, da
plötzlich einsetzender Regen die Straßen unpassierbar machte. Bei
strahlendem Sonnenschein erreichte ich schließlich den Salzsee, der 150
m unter dem Meeresspiegel liegt und damit der tiefste Punkt Afrikas
ist. Der Weg führte durch menschenleeres Gebiet, vorbei an der
"Katakombe des Verderbens", einer Meeresbucht, in deren Mitte die
Teufelsinsel emporragt, an der schon viele Schiffe zerschellt sind.
Bezeichnenderweise hatte das Taxi, in dem ich unterwegs war, genau dort
eine Autopanne. Die Landschaft ist einzigartig, eine Wüste aus Fels und
Stein. Ali Sabieh Ali
Sabieh ist eine kleine Provinzhauptstadt im Süden des Landes, wohin es
mich mit dem Bus verschlug. Auf mich wirkte die Stadt eher wie eine
trostlose Behausung, in der Schafe und Ziegen kümmerliche Nahrung
finden. Einzig die Bahn und ein paar bunt gekleidete Frauen am Markt
bringen ein wenig Leben in den einsamen Ort. Es gehört schon Mut dazu,
in einen der Überlandbusse zu steigen. Die Fahrzeuge entsprechen in
keiner Weise europäischem Standard, sind oft überladen und nicht selten
wird man Zeuge lautstarker Auseinandersetzungen mitreisender Fahrgäste.
Auf der Rückfahrt gab der Bus den Geist auf und jeder versuchte auf
eigene Faust in die Hauptstadt zurückzukommen. Wie hätte es auch anders
kommen können? Nach
diesem Erlebnis verzichtete ich auf weitere Ausflüge und verbrachte
noch einen Tag auf einer nahe gelegenen Insel zum Tauchen und
Entspannen. Nach acht abenteuerlichen und strapaziösen Tagen verließ
ich wieder das Land. Drei Dinge braucht man in Dschibuti ganz bestimmt:
starke Nerven, viel Geduld und einen guten Magen.
Dschibuti

Der
Hafen von Dschibuti ist groß und zählt zu den Bestausgebauten in ganz
Afrika. Der Bahnhof hingegen wirkt sehr verlassen, in seiner
Eingangshalle erblickt man tatsächlich außer einigen Ziegen keine
Fahrgäste. Eine Erfahrung der besonderen Art ist ein Spaziergang
während der Mittagsstunden. Das Stadtzentrum mit seinen alten und zum
Teil verfallenen Häusern aus der Kolonialzeit ähnelt zu dieser Zeit
einer Geisterstadt. Bei über 30°C schließen fast alle Geschäfte, Lokale
und Büros und es ist schwer etwas zum Essen zu bekommen. Dafür trifft
man am Straßenrand Einheimische, die sich mit dem sogenannten "Khat",
einem Pflanzengewächs aus Äthiopien, das als Aufputschmittel dient, die
Zeit vertreiben. Hinzu kommt gelegentlich der Aufruf des Muezzins zum
Gebet – ein wahres Erlebnis!
Reisebericht
Ali Sabieh
Reisebericht
Dschibuti
Lac Assal
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