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Der informativ-spannende Sahara - Reisebericht von Martin Romeder oo (Airline-Stationsmanager-Tripolis)
In luftiger Höhe hin und her ein Reisebericht von Martin Romeder
| Gemeinsam mit zwei Freunden plante ich einen mehrtägigen Kamelritt durch das Magidad Gebirge im südlichen Teil der lybischen Sahara. Wir wollten dem hektischen Großstadtleben entfliehen und ein paar Tage der Abgeschiedenheit und Stille erleben. Nach einer sechsstündigen Fahrt krabbeln wir aus unseren Geländewägen, in denen wir seit der Landung in Sebha unserem Ziel entgegengehoppelt waren. Wir sind am Rande eines trockenen Wadis und hier sollen wir nach unserer Nachtruhe morgen früh unsere Kamele treffen. Unsere Tuaregführer entladen die Zelte, das Essen für mehrere Tage und Kanister mit Wasser - unser wichtigstes Gut für die nächste Zeit. Mohamed ist für das Wohlbefinden der Kamele zuständig, Adam kümmert sich um unser leibliches Wohl und Abubaker ist unser Guide. Eine kurze Verabschiedung und schon entschwinden die Autos in einer Staubwolke am flimmernden Horizont. Unsere letzte Bande zur Zivilisation bleibt ein Satelitenhandy, welches - inshallah - auch in der Sahara funktioniert. Wir genießen ein köstliches Abendessen bestehend aus gegrillten Lamm, Nudeln und Salat, welches unser Koch in kurzer Zeit in seiner primitiven „Küche“ zaubert, schlürfen den köstlichen „chai akter“, einen sehr stark gebrauten grünen Tee mit einer Unmenge Zucker und betrachten schweigend die glutrote Sonne, die rasch am Horizont versinkt. Dunkelheit senkt sich über unseren Lagerplatz und ein weites Sternenmeer überspannt das Firmament. Wir verzichten auf die Zelte, rollen uns in unsere Schlafsäcke und schlafen unter dem Sternenhimmel ein. Erste Bekanntschaft … Der Morgen. Kaum taucht die Sonne die umliegenden Sanddünen in ihr fahles Morgenlicht, erscheint auch schon Mohamed mit unseren fünf Kamelen, die er im nahe liegenden Wadi grasen ließ. Drei weiße Meharis – Reitkamele - und zwei recht übel gelaunte braune Lastenkamele. Der erste Eindruck: die Viecher sind unheimlich groß, haben ein ziemlich schlechtes Gebiss und blicken recht verächtlich auf uns herab. Und jedes wird von tausenden Fliegen begleitet. Vielleicht hätten wir doch lieber die Geländewägen nehmen sollen … Da die erste Halbtagesstrecke recht gebirgig ist, nehmen wir unsere Tiere an die Leine anstatt gleich auf ihnen zu reiten.
Die Nacht Wadi Magidad Wadi Inamaser Unsere Kamele, die Mohamed abends in das nächstgelegene Tal getrieben hat, kommen schon. Wir helfen beim Satteln unserer Tiere und schon geht’s los Richtung Wadi Inamaser, unserem heutigen Etappenziel und gleichzeitig auch dem Ende der Kameltour. Heute Abend werden uns die Geländewägen wieder abholen und wir werden den morgigen letzten Teil der Reise motorisiert beenden. Im weiten fruchtbaren Tal des Wadi Inamaser befindet sich auch ein tiefer Brunnen, der Mensch und Tier eine willkommene Abwechslung bietet. Schon lange bevor wir den Brunnen sehen, werden unsere Tiere unruhig, blähen aufgeregt ihre Nüstern und beschleunigen ihre Schritte. Die Tuareg lassen an der Quelle ihren Kamelen den Vortritt, die, ihre Leiber dicht aneinander gedrängt, zufrieden das Wasser in sich hineingurgeln. Jedes dieser Tiere kann bis zu 200 l Wasser aufnehmen. Erst nachdem alle Kamele ihren Durst gestillt haben, können auch wir uns erfrischen. Mit großen Eimern holen wir das köstliche Nass aus der Tiefe und gönnen uns eine wohlverdiente Naturdusche. Erfrischt gelangen wir nach einer weiteren Stunde zum Lagerplatz, der am Ende des Tales liegt. Unsere Tuaregfreunde schlagen vor, die heutige Nacht im Zelt zu verbringen, da ein Sandsturm im Anmarsch sei. Wir sind etwas skeptisch, es ist wolkenlos, windstill und angenehm warm, lassen uns dann aber doch überzeugen. Kurz nach Mitternacht bricht der Sandsturm los. Er zerrt und zieht an meiner Zeltplane, die sich unter dem Ansturm in alle Richtungen biegt. An Schlaf ist kaum zu denken, zu laut heult der Wind rund um mich und zu heftig flattert das Zelt. Ich sehe mich schon samt Zelt ins nächste Wadi segeln, aber im Morgengrauen flaut der Sturm ab. Als die Sonne langsam über den Bergen am Horizont aufgeht, zeigt sich die Wüste wieder von ihrer besten Seite. Ruhig und majestätisch liegen die goldgelben Sanddünen vor uns. Wir genießen die letzten Stunden, bevor uns die Autos wieder in die Zivilisation zurückbringen. |
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Wüste, Sahara und Kameltrekking : Das Kameltrekking ist eine wunderbare Form der Wüsten - Wanderung. Immer mehr Menschen bereisen auf diese Art und Weise einen Teil der Wüste Sahara.
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