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Yangon - Myanmar - Burma ein Reisebericht von Brigitte S. *** Seit
einiger Zeit hat unsere Firma ein Büro in Yangon-RGN (vormals Rangoon),
der Hauptstadt von Myanmar (vormals Burma). Diese Gelegenheit nahm ich
zum Anlass das Land zu besuchen und zu bereisen.
Eigentlich
"begann" die Reise schon einige Monate vorher an der Uni-Wien mit einem
Dia-Vortrag. Von diesen Eindrücken bestärkt, wurde der Beschluss das
Land sehen zu wollen immer konkreter:
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Ankunft in Yangon ***Die Ankunft unseres Fluges
ist in den grauen Morgenstunden um 05:40; es herrscht dichter Bodennebel
und mein erster Gedanke ist "nur nicht diverten" .... meine "frommen"
Wünsche werden erhört, wir sind gelandet - Türen auf, raus! Heiß und
sehr feucht, das ist mein erster Eindruck. Im Terminal erwartet uns
bereits vor der Pass- und Zollkontrolle der Reiseleiter und ab hier
beginnt bereits unsere tolle Reise. Alles Notwendige für das Visum, die
Pass- und Zollkontrolle wird durchgeführt und da wir nur mit Handgepäck
reisen, sind wir im Nu unterwegs ins Hotel. Es beginnt gerade hell zu
werden; wir fahren durch eine tropisch grüne, sehr saubere Stadt mit
breiten gewundenen Strassen. Die ersten Pagoden tauchen mystisch im
Morgennebel auf, einfach schön - für kurze Zeit vergessen wir unsere
Müdigkeit.
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Longyi - burmas traditionell langer Rock ***Unsere Tour beginnt um 11:00, wo wir während der
Mittagshitze zum Yangon River spazieren. Schon nach den ersten 300 m
habe ich Blasen an den Füßen; das konnte ja noch heiter werden... An den
vielen Marktständen gibt es aber Abhilfe in Form von "Mandalay
Slippers" - dem traditionellen Schuhwerk der Burmesen (am ehesten als
Zehenpantoffeln zu bezeichnen). Apropos Tradition - fast alle Männer und Frauen auf Burma tragen den Longyi, den typischen bodenlangen Rock.
Von uns Touristen wird erwartet, dass wir unsere Knie bedecken; 7/8
Hosen oder lange Röcke sind okay, nur keine Shorts.
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gut verträgliche Speisen und Getränke ***Wir beenden
unseren Spaziergang mit einem Besuch beim zweitgrößten liegenden Buddha
und gehen mittags essen. Das Essen in Myanmar ist sehr geschmackvoll,
abwechslungsreich (Reis, Seafood, Fleisch, Gemüse) und gut verträglich.
Keiner von uns hatte irgendein Problem (weder das Eine, noch das
Andere).
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goldene Tempel und Pagoden ***Vor Sonnenuntergang fahren wir zur Shwedagon Pagode.
Shwe heißt Gold - und das gibt es an allen Ecken und Enden. Gläubige
männliche Buddhisten kleben hauchdünne Goldplättchen, die es überall zu
kaufen gibt, an Tempel und Pagoden. Da die Shwedagon
Pagode kein alleinstehendes Bauwerk ist, sondern umringt von weiteren
Tempeln auf einem Hügel steht, wirkt es sehr imposant und beeindruckend.
Während die Dämmerung hereinbricht, setzen wir uns an den Rand eines
Tempels, schauen auf den blauen Abendhimmel, auf die goldglänzenden
Pagoden und Tempel - wir lassen das Land auf uns einwirken - einfach
schön! Zurück im Hotel heißt es "schnell schlafen", da wir am
nächsten Morgen bereits um 04:45 aufstehen müssen um unseren Morgenflug
nach Bagan-NYU zu erreichen.
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Heißluftballon-fahren über Bagan ***Bagan - eine Stadt in der sich ca.
2400 Ziegelpagoden befinden; wahrlich, wohin man geht und wo man steht -
eine Pagode. Die meisten stammen aus der Zeit 1100 - 1300 nach
Christus. Bo, unser örtlicher Reiseleiter, sucht die interessantesten
Pagoden für uns aus. Bo ist es auch, der uns den letzten "Kick" zu
unserem Entschluss - der Fahrt mit dem Heißluftballon - gibt.
Aufgeregt
kriechen wir am nächsten Tag, wieder bei finsterster Nacht, aus den
Decken. Wir werden von der Bodencrew abgeholt und zum Startplatz
gebracht, wo die 3 Ballons noch flach am Boden liegen. Die Ballonfahrt
wird von Briten durchgeführt und "very british" ist auch das Rundherum;
vor dem Start gibt es ein "early morning breakfast" mit Tee und Keksen.
Während die Ballons aufgeblasen werden, unterweist uns Jackie, unsere
Pilotin (auch Chefpilotin von "Ballons over Bagan"), was bei Start und
Landung zu beachten ist. Ein paar Fotos, ein bisschen filmen geht sich
noch aus und dann ist es Zeit in den Korb zu klettern. Jeder nimmt seine
Position ein und kurz danach fahren wir bereits.
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traumhaftes Schewben über Flüsse und Pagoden ***Es ist schön, in
völliger Ruhe über der Pagodenlandschaft dahin zu schweben; Nebel liegt
über dem Fluss Irrawady, das Dorf unter uns erwacht langsam zum Leben,
Vögel zwitschern, keinerlei Lärm; nur ab und zu das (lebensnotwendige)
Gas für den Ballon. Mehr als 45 Minuten sind wir neben, zwischen und
über Pagoden unterwegs; der Schatten unseres und der beiden anderen
Ballons spiegelt sich immer wieder in Tümpeln und Pagoden - wir kommen
aus dem Staunen nicht heraus. Erst am Ende der Ballonfahrt stelle ich
fest, dass ich mich nicht fürchte (ich bin nicht schwindelfrei).
Es ist wirklich toll gewesen!
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Klöster in den Königsstädten Amarapura und Inwa ***Am nächsten Morgen, wieder kurz nach der "Geisterstunde", geht es weiter zum Flughafen; Mandalay-MDL heißt unser Ziel. Mandalay
und seine Umgebung waren früher Heimat der alten Königsstädte Amarapura
und Inwa. Für Touristen gibt es (neben Pagoden) eine Vielzahl von
Klöstern (viele davon aus Teakholz), sowie die längste Teakholz-Brücke
zu besichtigen. In Amarapura machen wir eine Fahrt mit der
Pferdekutsche. Auf den holprigen Wegen lassen die Bandscheiben ganz
herzlich grüßen! Spät abends kommen wir ins Hotel zurück und enttäuschen
Liza unsere Reiseleiterin; wir wollen einmal ausschlafen und verzichten
auf Tempel und Pagoden in den zeitigen Morgenstunden.
Zu Mittag
geht unser Flug zum Inle See; Heho-HEH heißt die Destination und der
Airport liegt mitten in den Bergen, die Runway ist nur 12 m breit und
damit angeblich die schmälste, für zivile Luftfahrt zugelassene.
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Inle See - die schwimmenden Gärten von Myanmar ***Die
Fahrt zum Inle See dauert ca. 1,5 Stunden und wir fahren auf 1000 m
Seehöhe hinunter zum zweitgrößten See von Myanmar. Die Bewohner leben in
Dörfern am Rande, bzw. in Pfahlbauten am See und bestreiten ihren
Lebensunterhalt mit Fischfang oder Landwirtschaft. Die Fischer des
Inle-Sees haben eine spezielle Rudertechnik mit dem Bein, um im flachen
See die Hände frei für die Reusen zu haben; die Bauern bestellen ihr
"Feld" auf den schwimmenden Gärten am See.
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Souveniers von unserer Yangon Myanmar Reise aus der Silberschmiede und Zigarrenfabrik ***Über Nacht schlägt das
Wetter um, es wird "kalt". Bei Regen trägt man Pullover und Jacken mit
Kapuzen auf Burma - wir tragen weiterhin T-Shirts. Leider regnet es in Strömen,
dadurch können wir die Bootsfahrt am See nicht so richtig genießen. Wir
verlegen unser Sightseeing Programm mehr nach "innen" und sehen eine
Seidenfabrik, eine Schmiede, eine Silberschmiede und eine
Zigarrenfabrik. Wir glauben es kaum aber es gibt (so gut wie) keine
Maschinen; alles wird manuell gefertigt. Souvenir, Souvenir !
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springende Katzen ***Da
wir alle Katzenfreunde sind, besuchen wir das Kloster der "springenden
Katzen" wo einmal einem aufmerksamen Mönch aufgefallen ist, dass die
Möglichkeit besteht Katzen zu dressieren, die auf Kommando durch einen
Reifen springen.
Auch am vorletzten Tag gibt es kein Erbarmen -
geweckt wird um 05:00. Der Transfer zurück zum Flughafen beträgt fast 3
Stunden; wir fliegen zurück nach Yangon.
Das Fliegen ist
(entgegen so manchen Gerüchten und Befürchtungen) kein Abenteuer. Es
gibt zwei private Airlines; Yangon Airways und Air Mandalay. Wir haben
für alle Strecken Yangon Airways genommen. Geflogen wird mit dem
Flugzeugtyp ATR 72 und das pünktlichst auf die Minute! Das wahre
Abenteuer ist der Check-in Vorgang und die Ankunft, denn hier versuchen
"helfende Hände" (für ein Trinkgeld) alle Formalitäten zu erledigen. Es
hat ein, zwei Flüge gebraucht bis wir dieses "System" durchschaut haben.
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Organisation der Yangon Myanmar Reise ***Ich
würde empfehlen die gesamte Reise organisiert zu machen. Es gibt Hürden
wie z. B. die Einreise; so war der Pass erst um 18:00 fertig - das
wären 12 Stunden Wartezeit gewesen. Wie gesagt "wären", denn uns wurde
das Warten vom Reiseleiter abgenommen. EPG organisiert Euch gerne
individuelle Reisen; die Kosten sind moderat, wenn die Tour von mehreren
gemacht wird (wegen anteiliger Kosten des örtlichen Reiseleiters).
Ihr
habt Lust auf Myanmar bekommen? Das freut mich sehr, denn das wollte
ich mit diesem Reisebericht erreichen. Es ist ein sehr schönes und interessantes
Reiseziel.
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